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Die Rheinische Ackerbohne

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Die Rheinische Ackerbohne

Das Rheinische Revier ist unter anderem durch hervorragende Landwirtschaft und eine exzellente Forschungslandschaft geprägt. Im Rahmen des Strukturwandels ist die Bioökonomie daher ein wichtiges Potenzialfeld für die Zukunft.

Bioökonomie bezeichnet die Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen.

BioökonomieREVIER stellt Initiativen vor, die sich für neue Wertschöpfung zum Thema Bioökonomie im Rheinischen Revier einsetzen. 
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... ist eine einheimische Eiweißpflanze. Sie schmeckt nicht nur Mensch und Tier, sondern tut auch noch Gutes für die Umwelt.

Wir zeigen Ihre Geheimnisse!

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Die Ackerbohne gehört zu den Leguminosen, auch Hülsenfrüchte genannt. Die Bohne wird von Ende Februar bis Anfang März ausgesät. Die ersten Pflanzen keimen bereits nach wenigen Tagen. 


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Die Ackerbohne benötigt feuchte Böden, dann entwickelt sich bis zur Blüte eine kräftige Pflanze.


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Die Ackerbohne gehört zu den Leguminosen. Diese Pflanzenfamilie geht eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein.

Diese Bakterien, auch Rhizobien genannt, leben in Knöllchen in der Pflanzenwurzel und fixieren den für die Pflanze zum Wachsen wichtigen Stickstoff aus der Luft. Im Gegenzug versorgt die Pflanze die Bakterien mit Zucker. 

Weil die Bohne so ihren eigenen Dünger produziert, ist keine weitere Düngung notwendig und die Bodenfruchtbarkeit wird nachhaltig erhöht. 






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So sehen Felder mit Ackerbohnen aus. 

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Die Ackerbohne blüht acht Wochen von Mai bis Juni und bietet Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten eine hervorragende Nahrungsquelle. Sie fördert somit die bedrohte biologische Vielfalt.  

Der Anbau von Ackerbohnen ist gut für die Umwelt. Da die Ackerbohne wenig bis keinen Dünger benötigt, wird eine Nitratauswaschung vermieden. 

Außerdem kann die Ackerbohne als Ersatz für Soja dienen, das aus weit entfernten Ländern importiert wird. Durch kurze Transportwege wird so das Klima geschützt, indem die Emission von Treibhausgasen verringert wird. 
 

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Bei der Ernte sind die Bohnen bereits fast trocken. Danach reifen sie im Lager noch zwei Wochen nach.
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Die Ernte erfolgt im August mit einem Mähdrescher. Pro Hektar können je nach Witterung 4 bis 8 t Ackerbohnen geerntet werden. 

 
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Die Rheinische Ackerbohne wird im Gebiet des Rheinlandes angebaut und verarbeitet. Dadurch bleibt die Wertschöpfungskette in der Region und schafft so eine transparente Produktion, neue Arbeitsplätze sowie eine eindeutige Herkunft. 


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Bei der Nutzung der Ackerbohne als Tierfutter gibt es viele positive Effekte.
Zum Beispiel liefern Ackerbohnen Hühnern wichtiges Eiweiß bei hoher Verträglichkeit. Schweine entwickeln einen höheren Fettanteil (=Geschmacksträger) im Gewebe als bei herkömmlichem Futter. Dadurch schmeckt das Fleisch noch besser. 

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Die Ackerbohne hat einen Proteingehalt von 25 bis 30 %, wenig Fett und reichlich Ballaststoffe. Sie ist glutenfrei und dient einer ausgewogenen Ernährung. 

Im Brot hat die Ackerbohne ein ganz spezielles Aroma: die getrockneten Hülsenfrüchte werden für die Brotbereitung zunächst geröstet, dann geschrotet und aufgekocht. So entsteht eine saftig-nussige Krume. 

Über die Tierfütterung findet man die Ackerbohnen außerdem in Eiern, Milch, Fleisch und Wurstwaren wieder. 






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Die „Rheinische Ackerbohne e.V.“ ist ein Verein aus Landwirten, Verbänden, Institutionen und Förderern. Er hat sich zum Ziel gesetzt Erzeuger und Verbraucher von den ökologischen Vorteilen der Rheinischen Ackerbohne zu überzeugen. Im November 2019 wurde der Verein mit dem Klimaschutzpreis von Innogy Indeland ausgezeichnet.
Mehr Informationen gibt es unter
www.rheinische-ackerbohne.de oder auf
Facebook: Rheinische Ackerbohne e.V.
Instagramm: rheinische_ackerbohne_ev
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Die Initiative BioökonomieREVIER hat zum Ziel das Rheinische Revier in eine Modellregion für Bioökonomie umzugestalten. Dies geschieht unter Einbindung aller Akteure (Bürger, Unternehmen, Wissenschaft, Region, Politik) für die gemeinsame Entwicklung einer Regionalstrategie

Weitere Informationen finden Sie auf
www.biorevier.de
Facebook: Modellregion Nachhaltige Bioökonomie
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